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Lexikon

Die Druckart „Beflockung“ einfach erklärt!

Wie die Druckart „Beflockung“ Textilien veredelt

Das Beflocken ist ein Druckverfahren für die dauerhafte Beschriftung von Textilien und Werbemitteln. Im Vergleich zu anderen Textil-Druckverfahren (Flexdruck, Siebdruck oder Transferdruck) überzeugt die Beflockung durch sehr gute Farbdeckung, Haftung sowie hervorragende Farb- und Waschbeständigkeit. In der Regel halten diese Drucke deutlich länger als das eigentlich zu bedruckende T-Shirt.

Flockfasern zeichnen sich durch ihren kurzen Schnitt aus. Charakteristisch für die Beflockung ist die flauschige Oberfläche, die durch die verwendeten Flockfasergrößen variabel ist.

Beispiel Druckart Beflockung

Für welche Textilien ist die Beflockung geeignet?

Das Beflocken eignet sich für alle 100 % Baumwolltextilien und Baumwollmischgewebe mit Polyester oder Acryl wie z. B.: T-Shirts, Polo-Shirts, Sweatshirts, Sport- und Vereinsbekleidung, Trikots, Arbeitsbekleidung, Schürzen usw. Nylongewebe sowie Gewebe mit einer wasserabweisenden Imprägnierung sind für den Heißtransfer nicht geeignet.

Weitere, vielseitige Anwendungsmöglichkeiten

Das Druckverfahren eignet sich nicht nur für Textilien und ist vielfältig einsetzbar. Bei der Veredelung von Textilien erzielt sie vorwiegend optische Effekte und spiegelt den Eindruck hoher Materialqualität wider. Ebenfalls optische Zwecke erfüllt die Beflockung unter anderem bei Anwendung auf Spielzeugen, Postkarten, Geschirr, Blumentöpfen und ähnlichen Dekorations- und Gebrauchsartikeln.

Mithilfe der Beflockung ist darüber hinaus auch eine Geräusch- und/oder Schalldämmung zu erzielen. Vor diesem Hintergrund findet sich die Drucktechnik beispielsweise an Motorabdeckungen, Lautsprechern, Mikrofonkappen oder Akustikwänden. Wird beflocktes Garn in Autositzbezügen verarbeitet, so trägt es hier zu einer Atmungsaktivität des Materials bei. Nicht zuletzt wird die Beflockung etwa zwecks Dichtung, Rutschhemmung und Reduzierung von Streulicht eingesetzt.

Die Flocktechnik kann auf nahezu allen Untergründen angewendet werden – zu nennen sind hier neben Textilien etwa Holz, Glas, Kunststoff, Keramik, Metall oder Gummi. Eine Ausnahme stellen allerdings Materialien dar, die Silikone enthalten.

Welche Beflockungsarten gibt es?

Hinsichtlich der Beflockung können verschiedene Teilbereiche unterschieden werden. So umfasst die sogenannte Flächenbeflockung alle Beflockungsvorgänge auf ebenen bzw. flachen Untergründen. Sollen dagegen Materialträger beflockt werden, die beispielsweise Vertiefungen oder Rundungen aufweisen, so erfolgt hier eine Formteilbeflockung. Eine weitere Sonderform des Beflockens ist die Designbeflockung – hier werden beispielsweise Muster oder Schriftzüge mithilfe spezieller Schablonen auf ein Trägermaterial aufgetragen.

Schließlich lässt sich die elektrostatische von der elektrostatisch-pneumatischen Beflockungstechnik unterscheiden: Das elektrostatische Beflocken ist immer dann geeignet, wenn die zu beflockenden Trägermaterialien flach sind oder auswärts gewölbte Bereiche aufweisen. Sind allerdings Materialien mit Vertiefungen zur bedrucken, ist im Regelfall das elektrostatisch-pneumatische Beflocken einzusetzen. Durch die bei diesem Verfahren ergänzte Luftunterstützung kann der Faradaysche Käfig überwunden werden, der sich in den Vertiefungen des Trägermaterials ausbildet.

Aus welchen Materialien bestehen Flockfasern?

Für eine Beflockung können unterschiedliche Fasern angewendet werden. Verschiedene Flockfasern weisen jeweils spezifische Eigenschaften auf. Die Entscheidung für ein Fasermaterial orientiert sich im Regelfall am späteren Nutzungszweck eines zu beflockenden Trägermaterials. Je nach erwünschtem Ergebnis einer Beflockung können Flockfasern in verschiedenen Längen verarbeitet werden.

In der Praxis vornehmlich eingesetzte Flockfasern bestehen aus Polyester, Viskose oder Polyamid. Für seltenere Spezialanwendungen oder zu Testzwecken dienen beispielsweise auch Baumwoll- und Kohlenstoffflock.

Flock aus Polyamid zeichnet sich beispielsweise durch eine sehr gute Knickstabilität sowie eine hohe Abriebfestigkeit aus. Polyesterflock zeigt eine hohe Beständigkeit gegenüber Lichteinstrahlung und nimmt sehr wenig Feuchtigkeit auf. Beide Eigenschaften führen dazu, dass Flockfasern aus Polyester besonders häufig im Outdoorbereich eingesetzt werden.

Viskoseflock findet sich vor allem auf Textilien oder Spielzeugen und hat fast keine Knickstabilität. Zu den jüngeren Entwicklungen zählt schließlich der Acrylflock. Diese Flockfaser zeigt eine besonders ausgeprägte Lichtbeständigkeit und kann somit bevorzugt auf Materialien zum Einsatz kommen, die direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

So verschönert der Flockfolien-Transferdruck Textilien

Beim Flockfolien-Transferdruck wird das Druckmotiv zunächst aus Kunststofffolien geschnitten und dann auf das zu bedruckende Objekt übertragen. Es ist ein ideales Druckverfahren für textile Produkte.

1. Flockfolie

Flockfolie ist eine Hochleistungstextildruckfolie mit weicher und samtartiger Oberfläche (auf Basis von Viskosefasern), die zum Beflocken von Textilien fast aller Art verwendet wird. Die Folien gibt es in allen Farben sowie auch in Sonderfarben wie etwa Neongrün und -gelb. Jede Farbe wird separat geplottet. Gedruckte Farbverläufe sind nicht möglich. Die Auslieferung der Hersteller erfolgt als Rollenware in 50cm oder 100cm Breite.

1.2 Produkteigenschaften

Transparenter wiederhaftender Polyesterträger beschichtet mit einem thermisch aktivierbarem Schmelzklebestoff, der mit dem Textil eine dauerhafte Verbindung nach dem Thermotransfer ein geht.

2. Der Flocktransfer

Das Plotten (Schneidevorgang einer Vektorgrafik mit dem Schneideplotter) der Flockfolie erfolgt spiegelverkehrt durch den Schmelzkleber bis auf die Oberfläche der Übertragungsfolie. Hierfür können alle handelsüblichen Schneideplotter im Schleppmessermodus oder Tangentialschnittmodus eingesetzt werden. Lediglich das Schneidemesser muss bei vereinzelten Schneideplottern für Flockmaterial gewechselt werden. In der Praxis verwendet man ein 60°-Messer und lässt die Messerspitze 0,3 – 0,5 mm über die Messerhalterung herausstehen. Die Schneidegeschwindigkeit beträgt in der Regel höchstens 60 cm/Sek. Nach dem Schneidevorgang werden die nicht zu druckenden Elemente der Übertragungsfolie entfernt (entgittert).

3. Thermotransfer

Je nach Beschaffenheit des zu bearbeitenden Textiles und je nach Hersteller werden handelsübliche Thermotransferpressen auf eine Temperatur zwischen 140 – 180 °C eingestellt. Bei mittlerem Druck, ca. 2 – 3 bar, liegt der Pressvorgang dann zwischen 10 und 20 Sek.

Je nach Hersteller wird die Trägerfolie heiß oder kalt abgezogen. In der Praxis hat sich herausgestellt, dass nur durch einen Vorversuch mit dem gewünschten Textil das bestmögliche Ergebnis zum Vorschein kommt, da Einstellungen der Thermotransferpresse ggf. korrigiert werden müssen.

4. Waschbeständigkeit

Beflockte Textilien können je nach Hersteller bis zu 60 °C mit Feinwaschmittel gewaschen werden. Durch Wassereinwirkung quellen die Fasern der beflockten Oberfläche auf, dies kann beim Waschvorgang durch die dauernde Drehbewegung in der Trommel zu einer starken Beanspruchung des Materials führen. Daher empfiehlt es sich, alle beflockten Textilien links-herum zu waschen weil so kein direkter Abrieb bei gleicher Waschwirkung erfolgt.

 

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