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Wann sind Werbeartikel Bestechung?

Gepostet von Lars Beck

Weihnachten, Ostern oder ein ähnlicher Anlass und Firmen verteilen wieder Werbeartikel an ihre Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter. Während die einen auf Altbewährtes setzen, versuchen andere, sich jedes Jahr selbst zu übertreffen auf der Suche nach dem perfekten Werbegeschenk.

Gerade bei hochwertigeren Produkten muss man allerdings sorgfältig prüfen, ob das Geschenk auch frei vom Verdacht der Bestechung ist. Das ist gar nicht so einfach, weil eindeutige gesetzliche Regelungen fehlen. Im Strafgesetzbuch wird zwar sowohl Bestechung als auch Bestechlichkeit geregelt, allerdings ohne klare Grenzen. Strafbar macht sich,

„wer als Angestellter oder Beauftragter eines geschäftlichen Betriebes im geschäftlichen Verkehr einen Vorteil für sich oder einen Dritten als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen lässt oder annimmt, dass er einen anderen bei dem Bezug von Waren oder gewerblichen Leistungen im Wettbewerb in unlauterer Weise bevorzuge“ (§299  StGB).

Gleiches gilt auch für das Anbieten solcher Vorteile, es können also gegebenenfalls Schenker und Beschenkter zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Frage nach der Bestechung stellt sich kaum bei Streuartikeln und Give-Aways, die an hunderte Messebesucher verteilt werden. Aber gerade an Weihnachten und ähnlichen Anlässen werden gerne individuellere Werbeartikel verteilt und gute Kunden verdienen auch hochwertige Präsente. Was also muss beachtet werden? Lesen Sie weiter:

Werbeartikel und Bestechung

Werbeartikel und Bestechung

Beamte

Im Umgang mit dem öffentlichen Dienst ist die Sache eindeutig und unabhängig vom Wert eines Geschenkes. In §42 des Beamtenstatusgesetzes ist geregelt, dass Beamte grundsätzlich keine Geschenke, Belohnungen oder sonstigen Vorteile annehmen dürfen, nicht einmal nach ihrer Pensionierung. Erhaltene Geschenke müssen sie entweder zurückgeben oder ihren Dienstherren informieren, der Ausnahmen erlauben kann.

Regelung in Firmen

In der freien Wirtschaft haben sich Richtwerte zwischen 30 bis 40 Euro pro Person und Jahr eingebürgert. Dabei orientieren sich viele an einer vom Finanzamt definierten Grenze: Ab 35 Euro können Geschenke nicht mehr als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Das bedeutet aber nicht, dass günstigere Geschenke immer zulässig sind. Auch hier kommt es im Einzelfall auf die Motive des Schenkenden an und darauf, ob der Beschenkte sich durch das Präsent genötigt fühlt, den Schenkenden in Zukunft bevorzugt zu behandeln.

Eine weitere Schwierigkeit ist, dass der monetäre Wert eines Geschenkes für den Beschenkten oft nicht nachvollziehbar ist. Dies gilt vor allem für Einladungen zu Sportveranstaltungen oder Konzertkarten, aber auch für Kundenreisen oder Restaurantbesuche. Größere Geschenke und Incentives sollten daher vom Beschenkten immer dem direkten Vorgesetzten und dem Geschäftsführer gemeldet werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Beim Verdacht der Bestechlichkeit drohen sonst nicht nur strafrechtliche Ermittlungen, zum Beispiel wegen Vorteilsnahme, sondern auch arbeitsrechtliche Konsequenzen bis hin zur fristlosen Kündigung.

Idealerweise haben Firmen eine klare, schriftliche Regelung über die Annahme und Vergabe von Werbegeschenken. Solche Betriebsvereinbarungen, neudeutsch Compliance oder Code of Conduct genannt, gelten verbindlich und erleichtern es den Mitarbeitern auch, Geschenke abzulehnen. Was im privaten Bereich kaum möglich ist (wer traut sich schon, der Tante zu sagen, dass er den selbstgestrickten Pulli lieber nicht haben möchte), kann in geschäftlichen Beziehungen relativ leicht mit Verweis auf die Firmenregelung geklärt werden. Dabei sollten allerdings interkulturelle Besonderheiten beachtet werden. Gerade bei asiatischen Geschäftspartnern ist bei Zurückweisung von Geschenken äußerstes Fingerspitzengefühl gefragt. Eine Möglichkeit, dieses Fettnäpfchen zu umgehen, ist es, das Geschenk anzunehmen und entweder unter allen Kollegen zu verteilen oder zu spenden.

Für den Schenkenden gilt: günstigere Werbeartikel sind in dieser Hinsicht die sicherere Alternative.


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Lars Beck

Werbeartikel Lieferant bei Buxmann Werbeartikel Ich habe eine unbändige Leidenschaft für Werbeartikel. Manchmal sind es kleine Freudenbringer, manchmal erleichtern Sie die Kontaktaufnahme, halten Kunden bei Laune oder sind einfach nur kleine Helferlein 🙂 Mehr auf www.buxmann.de

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  1. Werbeartikel richtig einteilen und optimal nutzen - […] Vorsicht vor zu teuren Geschenken. Diese können mitunter als Bestechungsversuch ausgelegt werden, was eine positive Werbewirkung völlig aushebeln würde.…

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