Beflockung

Für die dauerhafte Beschriftung von Textilien und Werbemitteln. Hierzu zählen alle 100% Baumwolltextilien und Baumwollmischgeweben mit Polyester oder Acryl wie z.B.: T-Shirts, Polo-Shirt, Sweat-Shirts, Sport- und Vereinsbekleidung, Trikots, Arbeitsbekleidung, Schürzen usw. Nylongewebe sowie Gewebe mit einer wasserabweisenden Imprägnierung sind für den Heißtransfer nicht geeignet.
Textilbeflockung ist eine sehr hochwertige Textildruckvariante, sie zeichnet sich durch ihre hohe Waschbeständigkeit und Lichtechtheit aus. In der Regel halten diese Drucke deutlich länger als das eigentlich zu bedruckende T-Shirt. Charakteristisch für die Beflockung ist die flauschige Oberfläche, die durch die verwendeten Flockfasergrößen variabel ist.

Im Vergleich zu anderen Textil-Druckverfahren (Flexdruck, Siebdruck oder Transferdruck) zeichnet sich die Beflockung durch sehr gute Farbdeckung, Haftung sowie hervorragende Farb- und Waschbeständigkeit aus.

1. Flockfolie

Hochleistungstextildruckfolie mit weicher und samtartiger Oberfläche (auf Basis von Viskosefasern) die zum Beflocken von Textilien fast aller Art verwendet wird. Die Folien gibt es in allen Farben sowie auch in Sonderfarben wie etwa Neon grün und -gelb. Jede Farbe wird separat geplottet. Gedruckte Farbverläufe sind nicht möglich. Die Auslieferung der Hersteller erfolgt als Rollenware in 50cm oder 100cm Breite.

1.2 Produkteigenschaften

Transparenter wiederhaftender Polyesterträger beschichtet mit einem thermisch aktivierbaren Schmelzklebestoff, der mit dem Textil eine dauerhafte Verbindung nach dem Thermotransfer ein geht.

2. Flocktransfer

Das Plotten (Schneidevorgang einer Vektorgrafik mit dem Schneideplotter) der Flockfolie erfolgt spiegelverkehrt durch den Schmelzkleber bis auf die Oberfläche der Übertragungsfolie. Hierfür können alle handelsüblichen Schneideplotter im Schleppmessermodus oder Tangentialschnittmodus eingesetzt werden. Lediglich das Schneidemesser muss bei vereinzelten Schneideplottern für Flockmaterial gewechselt werden. In der Praxis verwendet man ein 60° Messer und lässt die Messerspitze 0,3 – 0,5mm über die Messerhalterung herausstehen. Die Schneidegeschwindigkeit beträgt in der Regel höchstens 60cm/Sek. Nach dem Schneidevorgang werden die nicht zu druckenden Elemente der Übertragungsfolie entfernt (entgittert).

3. Thermotransfer

Je nach Beschaffenheit des zu bearbeitenden Textiles und je nach Hersteller werden handelsübliche Thermotransferpressen auf eine Temperatur zwischen 140 - 180 °C eingestellt. Bei mittlerem Druck ca. 2-3 bar liegt der Pressvorgang dann zwischen 10 und 20 Sek.

Je nach Hersteller wird die Trägerfolie heiß oder kalt abgezogen. In der Praxis hat sich herausgestellt dass, nur durch einen Vorversuch mit dem gewünschten Textil das bestmögliche Ergebnis zum Vorschein kommt, da Einstellungen der Thermotransferpresse ggf. korrigiert werden müssen.

4. Waschbeständigkeit

Beflockte Textilien können je nach Hersteller bis zu 60°C mit Feinwaschmittel gewaschen werden. Durch Wassereinwirkung quellen die Fasern der beflockten Oberfläche auf, dies kann beim Waschvorgang durch die dauernde Drehbewegung in der Trommel zu einer starken beanspruchen des Materials führen. Daher empfiehlt es sich alle beflockten Textilien links-herum zu waschen weil, dadurch kein direkter Abrieb bei gleicher Waschwirkung erfolgt.

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